Unsere Sichtweise
Wie Guhafu arbeitet, was uns antreibt und welche Grenzen wir uns setzen.
Der Ausgangspunkt
Social Media und Geld. Zwei Themen, die häufig getrennt voneinander behandelt werden. Auf der einen Seite Finanzblogs, die über Sparpläne und ETFs schreiben. Auf der anderen Seite Medienkritik, die Social Media als Problem benennt. Guhafu interessiert sich für den Zwischenraum.
Was passiert konkret in dem Moment, wenn jemand ein Produkt bei einem Influencer sieht und kurz darauf den Kauf abschließt? Welche Schritte liegen dazwischen, und welche davon sind bewusst? Die Forschung hat dazu einiges zu sagen. Sie ist nur selten so aufbereitet, dass sie außerhalb von Fachzeitschriften zugänglich ist.
Guhafu entstand aus dem Wunsch, diese Lücke zu schließen. Nicht mit vereinfachten Ratschlägen, sondern mit sorgfältig aufbereiteten Befunden.
Wie wir arbeiten
Jeder Beitrag auf Guhafu geht von einer oder mehreren veröffentlichten Studien aus. Wir suchen in Datenbanken wie PsycINFO, JSTOR und Google Scholar nach peer-reviewten Arbeiten. Pressemitteilungen und Unternehmensberichte dienen allenfalls als Hinweis auf mögliche Quellen, nicht als Quellen selbst.
Beim Schreiben halten wir uns an einige Grundsätze. Erstens: Wir benennen immer die Einschränkungen einer Studie. Eine Befragung von 200 Studierenden in den USA sagt etwas anderes als eine Längsschnittstudie mit tausenden Teilnehmenden über mehrere Jahre. Zweitens: Wir übersetzen, aber wir vereinfachen nicht. Der Unterschied ist wichtig. Drittens: Wenn die Forschungslage unklar ist, sagen wir das.
Wir übersetzen, aber wir vereinfachen nicht. Der Unterschied ist wichtig.Guhafu, redaktioneller Grundsatz
Quellen und Transparenz
Wir verlinken immer auf die Originalstudie oder zumindest auf einen frei zugänglichen Abstract. Wenn eine Studie hinter einer Paywall liegt, nennen wir das. Wir geben Autoren, Erscheinungsjahr und Fachzeitschrift an, damit Lesende selbst nachprüfen können.
Guhafu hat keine Kooperationen mit Plattformen, Marken oder Agenturen. Es gibt keine gesponserten Inhalte. Wir nehmen keine Werbung an. Das ist keine Tugend, sondern eine Notwendigkeit, um glaubwürdig über die Mechanismen berichten zu können, die wir untersuchen.
Was wir nicht sind
Guhafu ist kein Coaching-Angebot. Wir geben keine Ratschläge, was jemand kaufen oder nicht kaufen soll. Wir bieten keine personalisierten Empfehlungen an. Die Beiträge sind Informationen über Forschungsergebnisse, keine Handlungsanweisungen.
Wir sind auch keine Aktivisten. Wir haben keine Agenda gegen Social Media oder gegen Influencer. Wir berichten, was die Forschung zeigt. Manchmal ist das überraschend, manchmal bestätigt es Intuitionen, und manchmal widerspricht es dem, was populäre Erzählungen behaupten.
Schließlich: Wir sind keine Juristen und keine Therapeuten. Wer konkrete Fragen zu Schulden oder zu problematischem Kaufverhalten hat, sollte sich an entsprechende Fachstellen wenden.
Redaktionelle Haltung
Wir glauben, dass informierte Menschen bessere Entscheidungen treffen können. Nicht weil Information automatisch zu Verhaltensänderung führt, das widerlegt die Forschung regelmäßig, sondern weil das Verständnis eines Mechanismus eine andere Art von Aufmerksamkeit erzeugt.
Wer weiß, wie parasoziale Bindungen entstehen, schaut anders auf ein Influencer-Video. Wer versteht, warum Aufwärtsvergleiche Unzufriedenheit erzeugen, nimmt dieses Gefühl vielleicht anders wahr. Das ist alles. Mehr versprechen wir nicht.