Forschungsbasiert

Essays und Analysen

Beiträge, die veröffentlichte Studien aufbereiten und in Zusammenhang setzen.

Thema:
Essay Mai 2026

Warum rationales Wissen den Vergleichseffekt nicht aufhebt

Man weiß, dass Instagram-Bilder bearbeitet sind. Man weiß, dass Influencer bezahlt werden. Trotzdem erzeugen sie Begehrlichkeit. Forschung zur kognitiven Dissonanz und zum sogenannten "third-person effect" erklärt, warum Medienkompetenz allein keinen Schutz bietet.

Quellen: Media Psychology, 2021; Journal of Experimental Social Psychology, 2020
Studienbericht April 2026

Algorithmen und Konsumverhalten: Was die Plattformen wissen

Interne Dokumente und veröffentlichte Forschung geben Einblick, wie Empfehlungsalgorithmen auf Kaufabsichten ausgerichtet werden. Was bedeutet das für die Nutzerinnen und Nutzer?

Quelle: Haugen-Dokumente (2021), veröffentlicht durch WSJ; Forschung von Montag et al., 2021
Analyse März 2026

Aufwärtsvergleich und Unzufriedenheit: Festingers Theorie heute

Leon Festingers Social Comparison Theory aus dem Jahr 1954 ist erstaunlich präzise auf Social Media anwendbar. Neuere Forschung hat die ursprünglichen Annahmen verfeinert und gezeigt, unter welchen Bedingungen Vergleiche besonders stark wirken.

Quellen: Festinger (1954); Vogel et al. (2014), Journal of Social and Clinical Psychology
Studienbericht Februar 2026

Parasoziale Bindungen und ihre Rolle im Influencer-Marketing

Was unterscheidet eine parasoziale Beziehung von echter Freundschaft, und warum ist der Unterschied für das Kaufverhalten relevant? Forschung zeigt, wie die Intensität parasozialer Interaktion mit der Kaufbereitschaft zusammenhängt.

Quellen: Horton & Wohl (1956); Lou & Yuan (2019), Journal of Interactive Advertising
Praxisbericht Januar 2026

Feed-Kuration als Gegenmaßnahme: Was die Forschung sagt

Mehrere Studien haben untersucht, ob und wie eine veränderte Zusammensetzung des eigenen Feeds Kaufimpulse und soziale Vergleichsprozesse beeinflusst. Die Befunde sind differenziert und widersprechen einfachen Ratschlägen.

Quellen: Verduyn et al. (2015), PNAS; Hunt et al. (2018), Journal of Social and Clinical Psychology
Der sogenannte "third-person effect" beschreibt das Phänomen, dass Menschen die Medienwirkung auf andere überschätzen und auf sich selbst unterschätzen. Das macht Medienkompetenz allein zu keinem zuverlässigen Schutz.
Zusammenfassung aus der Forschungsliteratur zu Medienwirkung und Selbstwahrnehmung